Menü

Psychisch-funktionelle Ergotherapie

Handlungsfähig bleiben – trotz psychischer Belastung oder Erkrankung

Die psychisch-funktionelle Ergotherapie unterstützt Menschen dabei, ihren Alltag trotz psychischer Erkrankung, Erschöpfung oder innerer Blockaden selbstbestimmt zu gestalten.

Einfach gesagt:
Wir unterstützen Sie dabei, psychisch bedingte Schwierigkeiten besser zu bewältigen, wieder handlungsfähig zu werden und Ihren Alltag Schritt für Schritt stabiler, strukturierter und lebbarer zu gestalten.

Im Mittelpunkt steht nicht das „Warum“ einer Erkrankung, sondern die Frage: Was hilft Ihnen konkret im Alltag – hier und jetzt?

Für wen ist das Angebot geeignet?

Die psychisch-funktionelle Ergotherapie richtet sich u.a. an Menschen mit:

  • depressiven Episoden
  • Angst- und Belastungsstörungen
  • psychosomatischen Erkrankungen
  • Fatigue-Syndromen (z. B. ME/CFS, Long COVID)
  • Antriebslosigkeit und Erschöpfung
  • Anpassungs- und Persönlichkeitsstörungen
  • Suchterkrankungen

Unser therapeutischer Ansatz

Ein zentrales Ziel der psychisch-funktionellen Ergotherapie ist die Förderung der Selbstwirksamkeit – also das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, Herausforderungen bewältigen zu können.

Wir unterstützen Sie dabei:

  • eigene Erfolge bewusst wahrzunehmen
  • Rückschläge konstruktiv zu verarbeiten
  • innere Ressourcen zu aktivieren
  • Handlungsspielräume zu erkennen und zu nutzen
  • Vertrauen in das eigene Können (wieder) aufzubauen

Wir arbeiten dabei nicht gegen Ihre Erkrankung,

sondern mit Ihrer aktuellen Lebensrealität.

Der Fokus liegt dabei nicht auf Defiziten, sondern auf:

  • vorhandenen Fähigkeiten
  • alltagsnahen Lösungen
  • kleinen, erreichbaren Schritten
  • Stabilisierung und Ausbalancierung

Denn: Wohlbefinden entsteht nicht durch das Fehlen von Krankheit, sondern durch erlebte Selbstwirksamkeit, Sinn und Teilhabe.

Sie bestimmen die Ziele – wir begleiten Sie professionell auf Ihrem Weg.


Sie interessieren sich für Ergotherapie in unserer Praxis in Neuburg, in Gaimersheim oder als Hausbesuch in der Umgebung? Wenden Sie sich gerne an unsere Ansprechpartnerin.

ärztliche Verordnung und Zuzahlung

Verordnung & Ablauf Eine psychisch-funktionelle Ergotherapie kann ärztlich verordnet werden, z. B. durch: Fachärzt:innen für Psychiatrie / Neurologie Hausärzt:innen (bei vorliegender Diagnose oder Weiterverordnung) Kinder- und Jugendärzt:innen bei entsprechender Symptomatik Die Therapie erfolgt in der Regel als Einzeltherapie, 1 – 2x in der Woche ergänzend sind Gruppenangebote möglich. Die Praxisräume befinden sich in ND, die Ergotherapie in ihrem häuslichen Umfeld ist möglich, wenn dies vom Arzt auf ihrem Rezept verordnet wird. Hinweis zur Zuzahlung Die gesetzliche Krankenkassen übernehmen den größten Teil der Kosten für die ergotherapeutische Behandlungen. Erwachsene müssen jedoch eine gesetzliche Zuzahlung leisten. Diese gilt für alle Heilmittelpraxen und ist vom Gesetz vorgeschrieben. Die Zuzahlung setzt sich zusammen aus: 10 € pro Rezept / Verordnung 10 % der Behandlungskosten Viele Menschen sind von der Zuzahlung befreit.  Wann sind sie von der Zuzahlung befreit? Wenn Sie einen Befreiungsausweis von Ihrer Krankenkasse haben Alle Versicherten bis zum 18. Geburtstag weitere Patient*innen der Berufsgenossenschaften, der Unfallkassen oder der Postbeamtenkrankenkasse (Gruppe A) privat versicherte Patient*innen schwangere Patientinnen unter entsprechenden Voraussetzungen. Sprechen Sie hierzu mit Ihrer Frauenärtzin oder Ihrem Frauenarzt Wir helfen Ihnen gern, wenn Sie unsicher sind, ob Sie zuzahlen müssen. Zahlungsmöglichkeiten Bar EC-Karte Rechnung        

Zuzahlungsbefreiung

Wie kann man sich von der Zuzahlung befreien lassen? "Im Gesetz ist festgelegt, dass Versicherte Zuzahlungen im Kalenderjahr höchstens bis zu ihrer individuellen Belastungsgrenze nach § 62 SGB V leisten müssen. Wird die Belastungsgrenze überschritten, übernimmt die Krankenkasse auf Antrag die Kosten für alle darüber liegenden Zuzahlungen, zum Beispiel für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel, Fahrtkosten. Es müssen daher alle Belege und Quittungen für Zuzahlungen gut aufbewahrt und am Jahresende bei der Krankenkasse eingereicht werden. Die Belastungsgrenze beträgt 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Für chronisch Kranke, die wegen derselben schwerwiegenden Krankheit in Dauerbehandlung sind, beträgt sie 1 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Eine chronische Erkrankung liegt vor, wenn wenigstens ein Jahr lang mindestens einmal im Quartal eine ärztliche Behandlung erfolgte (Dauerbehandlung) und zusätzlich eines der folgenden Merkmale zutrifft: sie sind pflegebedürftig mit einem Pflegegrad 3, 4 oder 5. sie sind zu 60 Prozent behindert. sie müssen dauerhaft medizinisch versorgt werden (z.B. ärztlich, psychotherapeutisch oder mit Arzneimitteln), damit sich die Krankheit nicht lebensbedrohlich verschlimmert, die Lebenserwartung nicht verkürzt oder die Lebensqualität nicht dauerhaft beeinträchtigt wird. Ob und ab wann Versicherte von der Zuzahlung befreit werden können, muss unter Offenlegung der finanziellen Einkünfte, direkt mit der Krankenkasse geklärt werden." (Quelle: Deutscher Verband Ergotherapie e. V.)

Weitere therapeutische Schwerpunkte

Pacing & Fatigue-Management (Energiemanagement) Viele Menschen mit Fatigue, ME/CFS, Long COVID, Depressionen oder chronischer Überlastung erleben eine tiefe körperliche und/oder mentale Erschöpfung, die sich durch Schlaf nicht ausreichend erholt. Pacing ist eine bewährte Methode des Energiemanagements und ein zentraler Bestandteil unserer ergotherapeutischen Arbeit. Was bedeutet Pacing konkret? Die eigene Energie bewusst wahrnehmen und respektieren Die individuelle Belastungs- bzw. Crash-Grenze erkennen Aktivitäten so planen, dass Überlastung und Symptomverschlechterungen vermieden werden Körperliche, kognitive und emotionale Anforderungen dosieren In der Therapie lernen Sie: Aktivitäten in kleine, machbare Einheiten zu unterteilen Pausen gezielt und vorbeugend einzusetzen einen ausgeglichenen Tages- und Wochenrhythmus zu entwickeln mit Belastungsintoleranz sicher umzugehen Ihre Energie langfristig zu schützen und sinnvoll einzusetzen Ziel ist Stabilität statt Überforderung – für mehr Lebensqualität und Sicherheit im Alltag. Prokrastination – Aufschieben verstehen und verändern Prokrastination bedeutet das wiederholte Aufschieben wichtiger Aufgaben. Sie ist keine Faulheit, sondern oft Ausdruck von Überforderung, Antriebsmangel, Angst oder Erschöpfung. Therapeutische Inhalte: Erkennen prokrastinationsfördernder Muster Realistische Zielsetzung und Priorisierung Strukturierung von Aufgaben in kleine Schritte Zeit- und Energiemanagement Umgang mit Versagensangst, Perfektionismus und innerem Druck Förderung von Konzentration und Handlungsbeginn Ziel ist es, wieder ins Tun zu kommen, ohne sich zu überfordern.